Ehemalige
Unsere Kindertagesstätte existiert seit 1972. Inzwischen haben wir annähernd zweihundert Kinder betreut. Hier wird es Texte von Ehemaligen geben, die von ihrer Kottenzeit berichten. Wer sich an diesem Projekt beteiligen möchte, soll sich im Kotten melden. Zum 35. Kottenjubiläum könnte es hier ja ein virtuelles Ehemaligentreffen geben ...
Und wer an einem realen Ehemaligentreffen im Kotten Interesse hat, soll sich per E-Mail bei uns melden und mal seine Kontaktdaten hinterlassen.
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Was fällt mir ein, wenn ich an meine Zeit im Kotten denke? Diese Frage habe ich mir gestellt, als ich gebeten wurde, doch ein paar Zeilen über meine Zeit im Kotten zu schreiben. Und erstmal kam da leider nichts Konkretes aus meinem Kopf heraus. Trotzdem war es mir ein Bedürfnis, dieser Bitte nachzukommen. Und da habe ich mich gefragt, warum mir das ein solches Bedürfnis ist, was meine Kottenzeit für mich zu so einer besonderen macht.
Ich habe leider nur bruchstückhafte Erinnerungen an Dinge die wir gemacht haben. Toben in der Upkammer, die damals, vor über zwanzig Jahren, nur ein Raum mit ganz vielen Matratzen war. Das Treppengeländer runter rutschen - ich habe mich nie so richtig getraut, aber ich weiß, dass alle anderen es gemacht haben. Vorlesen in der Kuschel-Ecke. Die Weihnachtsaufführungen und die Vogel-Hochzeit wo ich meinen großen Auftritt als Vogelfrau hatte! Kotten-Fahrten in ein altes, großes Haus in Ascheberg. Und vor allen Dingen: viel draußen spielen. Ich kann mich erinnern, dass ich später, schon als Schulkind mal zu Besuch in einem "normalen" Kindergarten war. Und dass ich damals ganz entsetzt war, dass die Kinder dort nur zu bestimmten Zeiten nach draußen durften. Im Kotten konnten wir immer draußen toben und spielen - und was haben wir getobt und gespielt! Damals gab es noch nicht viele richtige Spielgeräte, ein alter Swimmingpool diente als Sandkasten und ich glaube dann gab es noch eine Art Hütte. Uns hat es aber nie an etwas gefehlt - es genügte, einfach draußen zu sein. Ich glaube, für Kinder gibt es nichts schöneres, als draußen nach Herzenslust spielen zu dürfen.
Dann die Menschen die ich dort kennen gelernt habe. Nicht nur andere Kinder, auch Eltern. Manche begleiten mich bis heute, andere sehe ich hier und da mal. Es war wie eine große Kotten-Familie damals. Neben diesen Menschen erinnere ich mich aber vor allen Dingen an Hilla, die damals Erzieherin im Kotten war. Hilla, die immer so mit uns gespielt und gekuschelt hat. Hilla mit ihrem Eulen-Tick.
Es gibt für mich kein Erlebnis, oder keine Sache, wo ich sagen würde, das ist die Kotten-Erinnerung. Was also ist es, dass es mir noch heute warm ums Herz wird, wenn ich an meine Zeit im Kotten denke? Warum interessiert mich noch heute so sehr, wie es dort aussieht, was passiert? Es ist mehr als die wehmütige Erinnerung an die Kindheit - denn da gibt es lauter positive, schöne Erinnerungen. Nein, es ist etwas, was mit dem Kotten selber zu tun hat. Und je mehr ich darüber nachdenke, umso klarer wird mir, der Kotten hat meine Kindheit geprägt, mit all den Dingen, die dort alltäglich waren, die den Kotten ausmachen. Die Dinge, die ich dort erlebt habe, die Menschen, die ich dort kennen gelernt habe, haben mein Leben auf die ein oder andere Weise - nicht verändert, aber doch in bestimmte Richtungen gelenkt. Und diese Richtung ist definitiv eine Gute.
Sarah Herzog 1983-1986
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Lisa Handschuh
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Ich fand an dem Kotten toll, das wir jedes Jahr Zelten waren.
Der Kotten hatte viele Spielmöglichkeiten: Fußballtore, Toberaum, Klettergerüst, Kettcar und Fahrräder und viel mehr.
Gut fand ich noch, dass wir jede Woche Schwimmen waren und in die Turnhalle gegangen sind.
Nils